Neue Texte 2021


Inhaltsverzeichnis: SHIOYA, ATHEISMUS, PROTESTANTISMUS. - MAN KANN SICH NICHT NICHT-BEWEGEN, - UNENDLICHKEIT, - DER SELBSTHEILER, - GOTT UND DIE EXPANSION, - Mein Weltbild.


Ewigkeit kann nicht mit Materie erreicht werden, sondern mit einer Rechnung. Ich prüfe den Gedanken, ob wir eine Zeitspanne zum Jetzt addieren, dabei Punktaufnahmen aufreihen. Durch diese Operation wird, was geradeaus geht, spiralig.


Shioya, Atheismus, Protestantismus.

2021,1,30

Shioya, Atheismus, Protestantismus.

Heute musste ich Shioya aus dem Schrank holen, ich hatte vergessen, dass man der Schmied seines Universums ist. Ein hoffnungsloses Weltbild erzeugt einen Fokus auf hoffnungslose Aspekte, worauf dort die Blüten treiben. In Shioya finde ich einen Japaner mit der Überzeugung, es sei hinter allem die unendliche Kraft des Universums. (Seite 55, 17. Jahrhundert zitieren). „Die unendliche Kraft des Universums ist eine unermessliche Energie, welche all diese Energieformen einschließt und sie ist das einzige, was diesem Universum zu Grunde liegt.“ Die Methode ist grandios, um eine Schöpferkraft hinter allem zu erkennen und damit das Leben schön zu gestalten. Ich habe die wiederkehrende Ermahnung, das richtige Denken mit dem richtigen Atmen in Einklang zu bringen, gehört. Ich muss das üben, negative Welten sind zu vermeiden.

Bisher habe ich 83 Jahre in den Startlöchern gestanden. Jetzt muss ich meine gute Verfassung auffassen als Aufforderung des Universums, mein Werk und meine Vision zu einem Erfolg zu führen.

 Vor allem aber ist Shioyas Methode mit Atem und Visualisierung tauglich, die allgegenwärtige Expansion als das zu erkennen, was alle schon immer gesucht haben:  jenes Chi, (in Indien, Prana), die unendliche Kraft des Universums, es sind Vorläufer-Gedanken zur Expansionstheorie. Ich muss da Verständigung anstreben. Da ist noch immer jener Verständnis-Graben mit den Orientalen. Indem die Expansion die Lücke füllt, die bei der Frage nach der unendlichen Kraft hinter allem entsteht, wird sie einfach und elegant die neue Einsicht in uraltes Wissen neu übersetzen.

 

2021.1.31

Das ist es, das Chi, jenes Mysterium, es ist gefunden, jenes Unbeantwortbare, was alles bewegt, in allem steckt die nie versiegende, allgegenwärtige Schöpferkraft; es ist die Expansion und die relative Bewegung. Ich übersetze das Unverstandene der Asiaten in die neue Vision. Bezeichne die großartigen Gedanken als das verschlüsselte Geheimnis der Eingeweihten, Buddha muss es gewusst haben, dass Yojokun in Japan auch. Könnte man die Schöpfergott-Vorstellung so deuten? Der Allgegenwärtige aufgedeckt, enttarnt, die eigentliche Geheimlehre ist die recht verstandene Relativitätstheorie.

Als die katholische Kirche der Wissenschaft entgegenkommen wollte, hat sie den Urknall als wahr anerkannt, 1957. Das war ein Fehler. Was sie tun sollte, ist, die Schöpferkraft mit allem zu propagieren. Alle friedliebenden Religionen könnten sich finden in den neuen Visionen von relativer Bewegung. Vielleicht ist von daher auch ein Weg in die Köpfe der berufsblinden Berufsphysiker.

Wie komme ich in die Herzen der Menschen? Ich erzähle, dass, was Sie schon immer wussten, jetzt eine neue Formulierung habe. Das Geheimnis der Heiligen sei enttarnt. Was Einstein immer wusste und nicht zu verraten wagte, Relativität war ganz anders gemeint. Das Innen wie das Außen, das Große wie das Kleine: großartige Denkmuster bekommen die verdiente Ausformulierung. Der protestantische allgegenwärtige Gott, der den Leuten zu sehr personifiziert ist, ist eine kindertümelnde Umschreibung dessen, was die aufgeklärte Theologie zu sagen hat. Wir sind uns alle einig, selbst bei den Moslems wagen einige neu zu denken. Ich hatte bisher die Expansion als atheistisches Terrain gesehen, aber das ist in der historischen Situation ein völlig unnötiges Schlachtfeld. Wir brauchen Versöhnung, Schnittstellen im Weltbild, die Kraft in allem für alle verständlich gemacht, das ist das Ziel.

Shioya macht so schön den Bogen zwischen persönlichem Gesundsein und dem Weltfrieden. Er schafft es, durch Atmung und Vorstellung den Fokus auf das expandierende Jetzt zu lenken. Auch das ist etwas Neues im Zusammenhang mit meiner Mission. Wunschdenken und magisches Herbeirufen einer Wunschrealität, das Gebet, das hätten alle gern wahr. Das kann ich einbetten in die relative Beschleunigung. Dankbarkeit als Treibstoff für den Weltfrieden. Dialog statt Konfrontation. Die unendliche Kraft des Universums erklärt durch die Erkenntnis, dass für relative Bewegung keine Kraft nötig ist. Wenn alles um einen gleichen Faktor wächst, stetig, dann erklärt sich alle Kraft aus den relativen Veränderungen. Was sich nähert oder entfernt, was beschleunigt oder bremst, es ist immer zurückzuführen auf relative Daten, die für den Lebenden absolut Handlungsgrundlage sind.

Zum Atheismus müsste ich auch mal ein paar Zeilen schreiben. Ich komme aus Zürich, Zwingli, Vater war Atheist. Gott, bei den Protestanten, ist nicht bildlich gemeint, sondern als Kraft hinter allem zu verstehen; das war eigentlich damals normal. Meine Mutter brachte uns christliche Werte bei, auch das Beten. Als Kind musste ich direkt zu Gott beten, so ein Zwischending wie Jesus oder gar Heilige, gab es nicht. Man richtete seinen Kummer oder seine Versprechen direkt an den abstrakten Allmächtigen. Aber eben der war nie personifiziert, sondern genau das was Shioya mit der unendlichen Kraft des Universums meint. Wenn denn ein Gebet erhört werden kann, dann, weil Gott in allem steckt, direkt im Jetzt. Wenn „Gott“ das Kürzel für diesen Gedanken ist, dann haben die Protestanten den Streit schon ausgestanden, dann bin ich kein Atheist, eher ein Protestant. Daran stört dann nur noch dieser seltsame Jesus, an den man glauben soll, der aber eine fiese vespanianisch-römische, faschistisch-zynische Erfindung ist. Ein Mensch hingegen, der begriffen hat, wie die Expansion alles antreibt und jedes Jetzt aus expandierenden Wesen besteht, ist kein Atheist. Es ist eher so, dass die, die Gott einfach so als dumpfe Größe denken, oder als bärtigen Mann eingreifend, dass die keine Ahnung von dem göttlichen Tanz der relativen Abstände haben. Ihr tierischer Verstand retuschiert alles, auch gute Argumente, die zur wunderbaren Erleuchtung führen könnten. Kurz: was alle Weisen wussten: sie kannten eine Paraphrase für Gott und die war wirksam im Jetzt. Die Kulturformulierer aller Zeiten und Zivilisationen haben sich bemüht, klare Worte für das Chi oder Gott zu finden. Sie stießen meist auf wenig Einsicht, das lag daran, dass sie in Bildern aus feudal-archaischen Zeiten kommunizierten. Gesunde Menschen haben aber eine Abneigung gegen Unterwerfung.

Shioya will die unerschöpfliche Kraft des Universums aktivieren. Die Methode basiert wie das Gebet, auf dem Glauben, dass Worte eine Wortseele haben. Worte bewirken magisch den Weltfrieden, wenn viele gleichzeitig die große Bekräftigung aussprechen. Da ist der Knackpunkt, als aufgeklärter Kommunikationsforscher kann ich dieses magische Bekenntnis so nicht unterschreiben. Da Shioya die Expansion nicht kennt, neigt er zu alten Umschreibungen. Jene unerschöpfliche Kraft ist die Gewissheit, dass alles immerzu neu ist. Die Gestalt im Jetzt ist im Begriff sich zu erneuern. Da kommt mir eine Physikstunde in den Sinn: Wir schauen auf ein multiples Pendel, das Jetzt ist, wenn alles oben im Scheitel balanciert. Lässt man das Ganze abrollen, kann der berühmte Schmetterling oder der immaterielle Bekräftigungswunsch als Verursachung auf das kommende Chaos einwirken.

 

 


Man kann sich nicht nicht-bewegen

2021.2.21

Man kann sich nicht nicht-bewegen.

Was zählt, um aus wachsenden Objekten Umlaufbahnen werden zu lassen, ist der Abstand von Oberfläche zu Oberfläche. Aus den sich ändernden Abständen, die sich ändern, weil jeder wächst, errechnet der Wahrnehmende Bewegung. Jedes Objekt scheint sich zu jedem anderen zu bewegen, weil die Abstände von jedem aus gesehen sich allseits ändern. Unser Wahrnehmungsprozess ist nicht so verschieden von dem der Fledermäuse, die permanent Ultraschall-Messungen machen. Wir messen Licht in derselben Weise und rechnen so die relativen Abstände. Ich fange den Ball, der scheinbar auf einer parabolischen Kurve fliegt, obwohl ich gerade auf einer Welle reite, weil ich alle Augenblicksmessungen richtig mache und brauchbare Vorausberechnungen anstelle. So läuft Leben! Wir sind eingebettet in ein Netz von relativen Abständen, die sich alle ständig ändern und wir dürfen uns nicht allzu sehr vertun, wenn wir überleben wollen. Dass eine solche Existenz nicht leicht zu durchschauen ist, versteht man erst, wenn es einem gelingt, von außen zu schauen. Das Ergebnis jeder Abstandmessung ist verursacht von der Expansion, der alles unterworfen ist, und von der relativen Bewegung und Richtung der Dinge zu einander.

Einst hat mich Watzlavick’s  These, „ Man kann nicht nicht-kommunizieren“, fasziniert. Jetzt ist es der Gedanke, dass der Abstand überall hin sich ändert, auch wenn nichts sich bewegt. In einem exakten Sinn: man kann sich nicht nicht-bewegen.

Das ist ein Axiom: man kann sich nicht nicht-bewegen.

2021.2.23

 

World Science Festival über Bewusstsein und Realität angehört, Psychologen Topfachleute aus den Humanwissenschaften erlebt, die sagen, dass wir artgemäß unsere Realität erzeugen, dass da draußen so etwas wie Wirklichkeit bestehe, die für immer rätselhaft bleiben müsse. Es geht stundenlang um Fehlleistungen der Sinne. Ich habe natürlich nach meiner Echolot Idee gesucht. Das Errechnen des Augenblicks aus einer Situationstheorie, der soziale Modus, Beschleunigung als Wirkung von unbeweglichen, wachsenden Dingen in der wahrnehmenden Kreatur, relative Bewegung von allem zu allem, wenn alles vor sich hin wächst; keiner der Laureaten hat einen Schimmer von diesen Tatsachen. Im Grunde hat keiner eine Erklärung, wie eine Spezies aus elektromagnetischen Impulsen farbiges Licht macht. Fibonacci Spiralen sind Zeugnis von der Wahrnehmung einer Dauer. Da es Spiralen überall gibt, wartet da ein Erkenntnis-Thema, wo heute nicht mal die Voraussetzungen im Zeitgeist der Fragestellungen bestehen. Man kann sich nicht nicht-bewegen. Fehlleistungen der Sinne angesichts einer nicht verstandenen physischen Realität zu finden, muss sehr frustrierend sein.


Unendlichkeit

2021.2.25

Unendlichkeit

Neil de Grasse Tyson: „Living in other Dimensions“

Auch er sucht an der falschen Stelle und macht sich das Weltbild kompliziert. Er vermutet, dass wir zu nah am Primaten sind, um überhaupt den Einblick zu schaffen. Alles geschehe in vier Dimensionen, also müsse es eine drüber geben, die verursacht, die aber für uns als das Nichts erscheine.

Ich höre sowas in der Hoffnung, dass da Struktur in dieses Modell kommt. Aber da ist Einsteins Equivalenz-Gedanke nicht zu Ende gedacht. Die nächste Dimension ist nicht im mathematischen Sinne übergeordnet, so dass bessere Kalkulationen und genauere Messungen etwas davon aufdecken könnten. Es ist die totale Relativität von allem zu allem, die das Geschehen verursacht. Ich kann mich nicht nicht-bewegen.

2021.2.28

Sonntag, schon früh Sonne. Infinity hat mich gestern beschäftigt. Alle Professoren der renommierten Universitäten sind wieder versammelt und präsentieren ihre Vorstellung von Unendlichkeit, aber die mir vorschwebende ist nicht dabei. Eine Unendlichkeit der Art, dass sie eine unendlich expandierende Materie aufnehmen kann und dabei noch immer unendlich viel größer bleibt. Der Eindruck, den ein unendlich großer Eintrag macht, ist unendlich klein. Diese Unendlichkeit ist das Gefäß, in das die ewige Expansion auf ewig hineinwachsen kann, so das alles Sein in jedem Augenblick am Anfang steht. Was den Mathematikern lieb ist, der Hase und die Schildkröte, wo der Hase die Schildkröte nie eingeholt, weil er in jedem Zeitabschnitt der Schildkröte nur einen Bruchteil der Strecke näherkommt, bringt nur eine langweilige gedankliche Unendlichkeit. Würde der Hase dabei nicht immer kleinere Schritte tun, sondern gleich-bleibende Schrittlängen beibehalten, aber die Strecke, die noch verbleibt, würde immer relativ gleichbleiben, dann würden die beiden in Unendlichkeit umeinander trudeln und wir hätten ein lebensechtes Beispiel, die Beschreibung der physikalischen Wirklichkeit.

Der Theologe bringt Spinoza ins Blickfeld. Warum habe ich nie Spinozas Ethik gelesen? Oder habe ich das bei René König? Ich war so richtig in Zustimmung zu seiner Ethik, alles Spätere war auf diesem Teppich dazu gekommen: Novalis, Hegel und die Zeitgenossen, aber Spinoza selbst müsste ich heute auf Lateinisch lesen, um herauszufinden, ob er in seinen Gottesvorstellungen nicht schon die Expansion erahnt hat. Eine Übersetzung kann das wegretuschieren.

 

Die Zahl Pi, da staune ich noch immer: eine unendliche Zahl, total unordentlich, chaotisch, ist im innersten des Kreises, dem ordentlichsten Ding der Welt, verborgen. Ist der Motor der Vollkommenheit, des abgeschlossenen Seins, eine unendliche, nie endende Rechnung? In meinem Universum ist jede Bewegung eine Teilstrecke einer Parabel. Die Expansion bewirkt, dass jedes Geradeaus relativ zum nächsten hin gekrümmt ist. Der kugelrunde Wassertropfen zeigt, dass nichts an ihm zerrt, jede Spirale zeugt von der Relativität des Beobachters zum anderen.


Der Selbstheiler

Der Selbstheiler.

8.2.2021

Noch ein Bild: der Regentropfen, der oben auf dem Berg auf eine Felskante fällt. Wird er nach links in die Donau fließen, oder nach rechts in die Rhone? Ihn dort umzulenken, dürfte nicht schwer sein, wenn man rechtzeitig Einfluss nimmt. Für den Heiler, den erleuchteten, ist die Welt jederzeit wie für diesen Wassertropfen, er kann ihn mit einem Gedankenblitz auf eine Seite rollen. Um Gesundheit und ein langes Leben zu erreichen, braucht es jetzt nur noch die Überzeugung, dass ich und jeder von uns, ein permanenter Selbstheiler ist. Ich mache mich ständig von neuem gesund, stark und schön, in dem ich der Welt alles Gute wünsche - und meiner Prostata, dass sie sich zurückbilde.

Was ich nicht gut erklärt habe: ich suche nach einer Methode, die Einsichten der neuen Lehre in Taten umzusetzen. Der Geist kann Heilung bewirken, also kann er Dinge bewegen. Ein glitschiges Terrain, die Welt der Wunder! Da will ich nicht mitreden, aber etwas davon entmystifizieren, indem das vermeintliche Wunder zum vorhersehbaren Ereignis wird, das ist ein lohnenswerter Job. Der Gedanke, man könne seine Vorstellungen so sehr fokusieren, wie Licht mit Brennglas, dass die Zukunft sich dort wunschgemäß materialisiert, könnte fruchtbar sein. Warum? Nicht weil Worte eine Wortseele haben, sondern weil ein leicht verständlicher Mechanismus in jedem Augenblick und überall gleichzeitig und zu gleichem Anteil greift: die Expansion. Das kann man so verstehen, dass die Welt in jedem jetzt so sehr am Anfang steht, weil sie gerade im Begriff ist sich vollständig zu erneuern, dass sie auf kleinste Einflüsse reagiert. Die Zukunft ist bekanntlich nicht vorbestimmt, sie ist aber den Gegebenheiten im jetzt unterworfen. Weil ein Dinosaurier mal einen Furz gelassen hat, wird heute das Pendel nach links und nicht anders fallen. Das wäre so, wenn in der Zwischenzeit nicht noch andere Ereignisse ihren Einfluss gezeigt hätten und nichts im jetzt neu wäre.

 

Der Butterkrebs, der frisch gehäutete als Bild: Wir sind in jedem Augenblick weich und formbar für eine Zukunft in einer größeren Schale. Das ist nicht nur Schicksal sondern auch Chance. Ein Gedanke kann neu sein, ein Geruch, ein Hormon, und schon ist alles anders in der Zukunft.


Gott und die Expansion

2021.3.1

Fledermaustechnik

Die autonomen Fahrsysteme, die heute versuchsweise laufen, funktionieren mit genau meinem Gedanken. Geräte messen laufend nach allen Seiten alle Abstände und wählen den Weg. Kybernetik, darüber haben wir vor 60 Jahren nachgedacht.

Gott und die Expansion

Meine Gedanken zur unendlichen Kraft des Universums: ich habe das Gefühl offene Türen einzurennen, wenn ich „Gott“ dieser allem innewohnenden, allem überall und immer wirkenden Kraft zuordne, die jetzt etwas zeitgemäßer mit neuen Attributen versehen wird. Dass ich ausgerechnet über Gott nachdenke, muss an meinem Alter liegen.

Mir liegt am Herzen, dass die Menschen, die an einen Gott glauben wollen, nicht mit steinzeitlichen Gedanken zugeballert werden, sondern hoffen können, im Einklang mit echter naturwissenschaftlicher Erkenntnis zu leben. Ich würde mich freuen, wenn der Expansionsgedanke harmonisch mit dem Allgegenwärtigkeits-Gedanken der Gläubigen verstanden würde. Soll ich sagen Gott ist Expansion? Zumindest wird Gott nichts dagegen haben, dass die Sterblichen etwas mehr von seinem Wesen verstehen lernen. Er schenkt ihnen das Wissen, wie Gott wirkt. Gott hat keine übernatürlichen Absichten, schon gar nicht die, die physikalischen Wahrheiten vor euch zu verstecken. Gott wirkt indem er an der einzigen Stelle in Erscheinung tritt, wo er das kann: im Jetzt. Im Jetzt können wir mit der Expansion kommunizieren, schließlich das asiatische Chi verstehen, die Absicht Einsteins, den Gott der nicht würfelt beschreiben. Die vereinigte Theorie hat er an der richtigen Stelle gesucht: die Gravitation ist ein Effekt von relativen Abständen der expandierenden Objekte im Großen wie im Kleinen. Die Hilfskonstruktion mit der Raumzeit würde der gute Einstein heute als „greatest blunder“ fallen lassen.

Irgendwie ist es tröstlich, dass die Expansionstheorie eine göttliche Sichtweise vorschlägt. Dort erscheinen die Vorgänge, die in Ewigkeit ablaufen, ohne dass höhere Mächte eingreifen müssen. Die immerwährende Schöpfung von allem was ist in jedem Augenblick, die Expansion, sie ist unfehlbar, sie hat immer schon stattgefunden, auch wenn das Erschaffene einen Crash erlebt. Auch dieser Gedanke ist wohltuend für den Unfehlbarkeits-Aspekt Gottes. Hier löst sich der Widerspruch, dass Gott das Böse, die Versuchung zulasse. Damit hat er nichts zu tun, er steckt nur hinter den Bedingungen in jedem Augenblick, nicht als Verursacher des Geschehens unter Geschöpfen.

 Nicht nur die Gläubigen, oder nur die Menschen, nein das ganze Universum wird bewirkt durch die göttliche Expansion. Ich komme mir absurd vor, aber auf beiden Seiten muss man die Welt retten.

 

 

Mein Weltbild

2021.3.15

Mein Weltbild.

Seit dem letzten Aufsatz über Gott habe ich das Geschriebene oft gelesen, weil ich es nicht fassen kann, dass ich jetzt - kurz vor dem möglichen Ableben - noch einen Weg finde, mich mit dem Schöpfergott zu versöhnen. Da will ich denn definitiv zu Protokoll geben, dass ich so eine Sprache für mich persönlich nicht akzeptiere: der Gottgedanke ist zu kindisch um in meinem Weltbild Platz zu haben. Aber um euch einen Adressaten für eure Gebete und philosophischen Grundlagen zu lassen, ist Gott die ideale Figur. Wenn man mit einem bloßen Gedanken einen Schalter betätigen kann, (Das gibt es im Experiment.), dann wird auch der Glaube an die unendliche Kraft des Universums etwas bewegen können. Die Kraft meiner Gedanken hält mich am Leben. Ich nehme aktiv Einfluss auf die Gesundheit meiner Organe. Alles ist in jedem Augenblick neu. Danke dass ich heil bin. Danke wem? Der unendlichen Kraft des Universums, fokusiert auf das Jetzt, dieser Punkt, wo Dankbarkeit, Bitte um Heilung und ähnliches landen, ist Gott. Das ist eine gängige Definition seit etwa 400 Jahren.

2021.3.16

Eine bisher nie gesehene Kraft, die daraus entsteht, dass wir das Geschehen im Sozialen Modus erleben und die allseitige Expansion verkennen, könnte den Namen „Gott“ auch verdienen. Das ist nicht in einem Satz zu erklären. Der Soziale Modus ist meine Wortschöpfung und soll betonen, dass Wahrnehmende in einem Sozialverband relativ Gleichbleibendes für absolut gleich halten. Wenn alles im messbaren Universum alle zehn Tage doppelt so groß ist wie zuvor, merkt es keiner, weil auch das Maßband gewachsen ist. Diese weggerechnete Realität sorgt für erstaunliche Effekte. Missverstehend haben die Wissenschaften diese Zusammenhänge mit „Gravitation“ oder „Energie“ benannt. Sie „Gott“ zu nennen, wäre nicht weniger treffend.