Neue Texte 2021

Inhaltsverzeichnis: Gruselgeschichte - Fantasy-Autor - Wissenschaft, eine NOCEBO-Veranstaltung


4.1.2021

Gruselgeschichte vom Expansionismus.

Weder meine Allernächsten noch irgendwer, den ich kenne, teilt meine Welt. Eigentlich habe ich keine Lust auf Toleranz. Die systematische Verdummung wird durch meine Duldung nur dreister und stellt sich als Option gleichwertig mit einer hochkarätig wissenschaftlichen Weltsicht auf.

Da sehe mich wieder als keifenden Miesmacher. Ich will aber unterhalten mit der Gruselgeschichte vom Expansionismus, der die göttliche Verursachung zerfetzt, ein Krakengespenst mit Saugnäpfen für Gehirne. Zurzeit ist ja Virenpanik. Ich überlege ob nicht eine Panne bei der Bekämpfung des Virus den Denkknick herbeiführen könnte. Die geheimbündlerischen Expansionisten könnten doch bösartig eine tückische Gensequenz im Impfcocktail eingeschleust haben. Es bilden sich unmerklich Mutanten mit dem absoluten Überlebensvorteil, dass sie Expansionismus erleben. Der Impfpass ist in Wahrheit ein Mutantenausweis. Mutanten sind weniger anfällig, auf dummes Gerede hereinzufallen; logische Fehlleistungen kommen kaum mehr vor. Solche Mutanten können nicht verstehen, wie sie einmal, früher, religionsartig, parteiisch dachten. Während das Virus die Riechorgane angreift, fördert das mutierte Virus einen Riecher für Denkfehler. Unterstützt wird alles durch 5G, wobei subliminal höhere Ratio in die Lebendsubstanz eingeimpft wird. Verhehrend wirkt das Impfgeschehen in fundamentalistischen Ländern, wo die Veränderungen in den Neuronenschaltungen einen totalen Neustart der Gehirne verlangt haben. Die Geimpften sind die Infizierten, die Bedrohung, die Ungeimpften erkennen das zu spät, das geimpfte Volk entgleitet den Machtstrukturen. Alle die Diffamierungstricks der Fascho-zeiten prallen ab am mutierten Weltbild. Im Internet grassieren Sympathie und Empathie, Verständigung global.

 

 

3.8.2020

Fantasy-Autor

Um mich sind Menschen, die glauben, sie würden von einer magischen Macht angezogen, von unsichtbaren Bändern angebunden an die Erde. Befreiung wäre für sie die Antischwerkraft-Maschine. Ich hingegen lasse mich himmelwärts schubsen und wachse unaufhaltsam zusammen mit allem was ist. Ich bin schwerelos von Natur aus, aber weil ich die Oberfläche eines riesigen Körpers bewohne, drückt dessen ständige Ausdehnung von unten. Es ist vielleicht bequem, an ein materiell gleichbleibendes Universum zu glauben, aber nicht die Dinge sind konstant, sondern deren Verhältnis untereinander.

Für euch ist das eine Fantasiewelt und mein Auftrag ist nicht, euch eine Alternativwahrheit einzutrichtern, sondern euch mit dieser Welt zu unterhalten. Ihr sollt erschaudern, dass nichts ist wie es scheint, dass alles eine Zauberschau ist. Bodenlose Unendlichkeiten schlucken alles was ist. Nur Mathematik hat keine Reibung. Alles was unendlich ist, ist gerechnet; dagegen, alles was Verursachung hat, wird auch vergehen. In einem Universum, in dem alles expandiert, bewegen sich die Dinge aufeinander zu, selbst wenn nichts sich bewegt.

 

17.8.2020

Heute früh einen „ARTE“-Bericht über Raum gesehen. Top oft the Art, es scheint als würde die Raumzeit noch immer gefeiert, der Higgs-Raum, der Urknall; Begründungen kommen mit klugen Schachzügen getarnt. Raum ist heute ein bewirktes Etwas, was auf dessen Wirken zurückwirkt, eine Münchhausiade, und weil das Konzept der relativen Abstände im Raum nicht gesehen wird, nehmen sie die Ableitungen aus Einstein so ernst.

2.9.2020

Die Höhenflüge vom Anfang des Jahres gelingen mir ganz selten. Ich brauche Zeit, damit das Gefühl einsinkt, wie alles, eben alles, nicht in Bewegung ist, so wie wir es kennen, sondern relative Bewegung wird zu einem je eigenen Film des Geschehens. Ein Kosmos von Verhältniszahlen. Da ist das dumpfe Gefühl, dass das absolut wahr ist, nur eben nicht klar, so dass ich es verteidigen könnte. Vielleicht habe ich eingesehen, dass das eine Computersimulation braucht und da sind andere besser.

3.10.2020

Bin früh durch den Park geradelt, lange vor dem kleinen Wasserfall gestanden. Über unser zeitraffendes Wahrnehmen nachgedacht. Während ich eine stehende Welle sehe, geschieht ja unendlich viel, was wir nicht in Abfolge erleben, sondern im Zeitraffer. Wir verrechnen um die 36 Stroboskop-Messungen pro Sekunde zu einem Standbild mit Wasserfall. Die glatte Haut des Weihers formt sich zu Strängen, um dann im kurzen Fall schon eine Drehung zu zeigen. Wir erleben, wie Tropfen im Fallen sich in die Quere kommen. In Wirklichkeit rechnet unser Weltbildapparat die Expansion herunter und zeigt uns die enger werdenden Wasserstränge, anstatt zu zeigen, wie alles im nicht relativierten Raum sich aufbläht bis kein Tropfen am anderen mehr vorbeikommt, ohne im Raum zu drehen - umeinander mit ihren hexagonalen Oberflächen. Das ist wie das Erde-Mondkarussell das unermüdliche, eine Fibonacci-Spirale. Das eilend fallende Wasser zeigt mir, wie rasend schnell die Erde unter mir expandiert. Die Wassertropfen fallen ja nicht, sie wandeln sich da wo sie aus dem See gesprungen sind, bis sie von einer Oberfläche der Erde eingeholt werden. Die Fallgeschwindigkeit ist das Tempo, die Beschleunigung, mit der wir himmelwärts geschoben werden. Ein Wasserfall ist so faszinierend, weil er uns dieses Fahrstuhlgefühl vor Augen führt. Wir irren, wenn wir glauben, dass wir auf festem Boden stehend, der unbewegte Teil des Ganzen seien. Das fallende Wasser steht schwerelos, wir fahren nach oben unser Körpergewicht ist der Zeuge.

8.10.2020

Es ist wie ein Mantra geworden, wir erleben das Fallende als das Bewegte, aber so ist das nicht. Wir sind die Aufwärtsgeschobenen. Das soll zum Gefühl werden. Das ist die Vorbedingung für Utopia, auch wenn es gefühlsmäßig widersinnig ist.

15.11.2020

Leute mit einer rebellischen Idee glücklich machen.

Mein Alter. Man beobachtet sich mehr als in den besten Jahren. Man ist zwar freier, mal eine Pflicht nicht zu erfüllen, aber mit dieser Bequemlichkeit schleicht sich gleich eine Atrophiertheit ein auf allen Ebenen. Wenn ich nicht ständig Muskeln aufbaue, sehe ich mich schnell sehr mickrig in Spiegel und die Wehwehchen mehren sich. So auch mit den Gedanken. Wenn ich drin bin im Erkenntnisstrom, dann kommen die Ideen wie von Feen angehaucht, nimmt aber der umgebende Scheiß zu, verschließt sich das Tor und ich fühle mich wie taub. Auch politische Unruhen verhindern das Denken. Wir haben zu viel Medien, das verringert die Zeit, selbst Kulturzentrum zu sein. Am meisten fassungslos bin ich ja über die Stümperei im Erkenntnisbetrieb. So langsam ärgert mich der Stillstand und der Lehre Bluff der Professoren. Je mehr Topwissenschaftler ich höre, desto deutlicher wird mir, dass dort die Werte so stehen, dass ich nie landen könnte. Solche Podiumsgespräche sind Narzissentreffen, Intelligenz-Demonstrationen, ich rieche Eitelkeiten, aber nicht einen Hauch von Zweifel am Weg voller Ungereimtheiten. Nie war mir so klar, wie wenig wirklich kommuniziert wird. Nicht mal eine Idee pro Emeritierung. Einstein wird von allen noch als die große Wende gefeiert. Ich bin pessimistisch was den wirklichen Fortschritt angeht. Der Expansionismus wird untergehen. Das ist meine Reaktion auf „World Science Festival“, Youtube 2014 ff, Podiumsgespräche.

17.11.2020

Ich habe meinen allerersten Brief an MM gelesen, da von meinen Ambitionen, die Theorie der Wahrnehmung auf die Expansions-Beine zu stellen. Die innere Welt wird nicht nur informationsmäßig gebaut, sondern sie hat materielle Anker. Wir sind aggressiv expandierende Wesen, das verschafft uns eine Tiefensymmetrie, Selbstähnlichkeit von dem was ist mit dem was war und sein wird. Dass der Film auf den wir dabei bauen, subjektiv ist, macht, dass keiner den seinen mit anderen gemeinsam hat. D.h. mein Weltbild ist so ungeteilt wie mein physischer Körper. Das gesagt, folgt für die Verständigung die Vorstellung, alles finde im permanenten Missverständnis seinen Frieden. Da bin ich dann wie vor 50 Jahren am Institut für Kommunikationsforschung, als ich beschloss lieber Maler als Knecht sein. Das Revolutionäre an der heutigen Sicht ist das Verständnis des materiellen Ankers. Allein das Wegfallen der Wellenvorstellung für Licht bringt ein Buch voller Themen. Dann die Aspekte der relativen, statistischen Wahrnehmung, die Umlaufbahnen produziert. Beschleunigte Bewegung relativ zum Wahrnehmenden. Das ist fürwahr eine rebellische Idee, die die Menschen glücklicher machen könnte: Expansion putzt das Weltbild von pathogenen Gedanken.

 

 

 

 

24.11.2020

Wissenschaft, eine NOCEBO-Veranstaltung.

„The Biggest Questions of Cosmology, Pondering the Imponderable“ World Science Festival, Youtube 2018.

Die tun mir fast Leid, wenn sie über Infinity diskutieren. Unendlichkeit ist ein nutzloses Konzept, wenn es nicht im Rahmen einer Welttheorie Bedeutung hat. Es ist fast schmerzhaft wie Kosmologie-Koryphäen Inflationstheorie vertreten und nicht die Sicht der Expansion erkennen. Sie sind konsequenterweise auch Teil der Inflation. Aber nein, sie stellen sich vor, stabile Himmelskörper führen auseinander, keiner fragt nach Inflation der Körper, als seien sie Theologen einer seltsamen Sekte.

Gewisse Repertoire-Stücke ziehen sie alle durch, weil sie gut ankommen. Die Mär, dass die Welt da draußen völlig anders sei, als der Schüler das denkt, unlogisch, mysteriös, konterintuitiv, dass man nur mit fantastischen Methoden dahinterkommen könne. Damit verschaffen Sie sich einen Schamanen Vorteil. Das Publikum lernt, dass es Dinge gibt, von denen es keine Ahnung hat, Dinge die immer ein Rätsel bleiben müssen. Die Sucht nach Rätseln und Wundern ist Showbusiness. Selbst Philosophen ertragen nicht, wenn die Welt wirklich erklärbar wird. Sowieso, wo erfundene Kräfte und Energien das Geschehen erklären, ist alles noch synonym mit dem Heiligen Geist. Sie wedeln mit starken und schwachen Kräften wie die Urwald-Schamanen den Federfächer. Die Szenarien sind eher bösartig: das dumme Universum fährt auseinander bis kein Licht mehr kommt, die Sonne wird die Erde verschlingen, die Entropie macht alles zu Wüstensand, schwarze Löcher verschlingen alles, selbst das Licht. Man züchtet eine neue Sonnenfinsternis-Angst, ersetzt Dämonen und fürchterliches Unterweltgezücht mit einem modernen Gruselkabinett, das aus monströsen mathematischen Operationen gewonnen wird. Quantenphänomene verunsichern die Leute.

Dann hatte ich Gelegenheit die Bewegungen der Sterne um das schwarze Loch in unserer Milchstraße zu beobachten. Die da predigen, dass alles hinein gesaugt werde. Das sehe ich nicht, eher eine Art von Slingshot Orbit, den die Simulation der Expansion perfekt nachmacht. Selbst eine Gaswolke hat es nicht hineingezogen, sondern geschleudert. Die Zugkraftgläubigen sind da wieder überfordert, aber sie finden auch diesmal nicht verwunderlich, dass, was sie sehen, nicht zu erwarten war. Das ist aber nicht normal, vielmehr, das Saugkonzept taugt nichts. Slingshot Phänomene kann man nur mit Expansion erklären, das ist das Verdienst von MM.

Mein Eindruck, die heutige Wissenschaft ist eine Nocebo-Veranstaltung. Das fängt bei der Unfreiheit unter der mysteriösen Zugkraft an und zieht sich durch alle Vorstellungen von Verursachung. Glücksbringend wäre die Expansionsvorstellung, wo jeder auf der Bugwelle des anderen reiten kann, wo eine Galaxie eine Verdichtung von wachsenden Körpern ist. Die Sequenzen der relativen Abstände erzeugen den Spiraleffekt, einen Eindruck, eine Spirale zum Schein nur, keine mechanische Umkreisung, heißt das. Die Lochvorstellung ist intuitionshemmend.

30.11.2020

Nocebo sind sie alle, sie machen Angst: die Ärzte, die Pharmaindustrie, die Politiker, die Professoren. Ein Nocebo-Schwarm umgibt uns. Und in dem sie sich alle den kriegstreiberischen Weltbildern des letzten Jahrhunderts verpflichtet fühlen, sind sie die Erben jenes schrecklichen Nocebo Systems was lückenlos weitergereicht wird vom Kaiserreich an die Eliteuniversitäten von heute.

 

 

1.12.2020

Alle kennen den Placebo Effekt, wo der Konsument an eine heilende Wirkung einer Medizin glaubt, die er aber nicht gekriegt hat. Gestern habe ich hingeschrieben, warum ich mein Leben lang an diesen abgehobenen Themen herumkaue. Ich habe immer den Nocebo-Aspekt der Erkenntnismaschinerie gespürt und dabei die Legitimationsversuche der Anderen nie akzeptiert. Inzwischen ist der Himmel voller schwarzer Löcher und man weiß nie, wann nicht eines durch uns durchfegt. Gravitationswellen wandern als Alibi für unerhörte Fehlinvestitionen. Wir entkommen dem Nocebo-Loch nur durch die einzig mögliche Alternative: unser Weltbild muss noch mal eine kopernikanische Wende durchleben. In der Renaissance war es das Ziel der nicht ganz Gott gewollten Potentaten, die Geheimnisse ihres Oberhirten zu ergründen, um ihre Herrschaft zu festigen. Dagegen sind wir heute aufgefordert das bessere Verständnis zum Wohle aller einzubringen. Das Nocebo-Konzept ist Herrschaftswissen. Alle Forschung und alle politischen Anweisungen sind noch immer aus einer Herrschaftsperspektive, auch wenn inzwischen alle aus der Hand der Konzerne fressen. Vor allem Newton, der Diensteifrige, sollte als Ahnherr des verschleierten Machiavellismus erkannt werden. Ich bestehe darauf, die Erfindung der Anziehungskraft ist der Sündenfall der Erkenntniswelt. Sie ist der Ursprung aller Rechtfertigungen von herrschaftlicher Willkür. Angst, dass man fundamental unfrei sei, ist nocebo. Wir wollen Placebo-Gedanken an der Basis. So retten wir die Welt. Es riecht nach Erholung, wenn man Expansion verstanden hat, die Dinge geraten so allmählich ins Lot.

17.12.2020

Ärger im Elfenbeinturm.

Ich lese gerade, was ich vor 50 Jahren in meiner Dissertation geschrieben habe. Da ging es vor allem um Situationstheorie, dass Kommunikation aus Theorie bestehe, Theorie zur Situation. Eine Theorie erlaubt es, Sätze abzuleiten, bzw. Sätze als aus einer Theorie abgeleitet zu verstehen. Das war eine Lösung, das Nachrichtenkonzept, welches für zwischenmenschliche Kommunikation nicht taugt, durch eine Vorstellung von Kommunikatoren, die je eine Situationstheorie aktuell bauen und Sätze stimmig mit dieser Augenblicksanalyse hervorbringen. Als Teil der eigenen Situationstheorie verarbeitet jeder die Sätze des anderen in einer abgeleiteten Situationstheorie, wo die Schnittstellen auf Übereinstimmung getestet werden. So entsteht Verständigung, wenn beide Teile erkennen, dass das was der andere äußert sich mit dem eigenen Verstehen verträgt. Das war die Abkehr von der Verursachungslehre in der Kommunikation. Stimulus-Reaktion war zu technologisch. Das Gegenüber in Kommunikation ist immer ein aus guten Gründen Handelnder. Theoriebildung jedem in jeder Situation zuzuschreiben, war ein Weg zu einer respektvollen Gesellschaftsauffassung.

Heute habe ich „Situationstheorie“ gegoogelt und siehe da, da ist der Begriff. Von meinem Geist ist nichts geblieben, nicht mal ein klares Konzept von Situation, geschweige denn von Theorie. Der Begriff hat jetzt seinen Platz in Management Lehren. Man kann Menschen führen nach einem Leitsatz, den sie Situationstheorie nennen. Nur der Führungsmensch hat dort eine solche, die gegängelte Arbeitnehmerschaft hat davon nichts. In der Liste der Titel ist keiner der das Wirtschaftsfach übersteigt. Auch da ist unter den Talaren das Antihumanitäre, den Ausbeutern Zuarbeitende, zum Geschwür herangewachsen. Führungsstile, die Situationstheorie-lastig sind, sollen immerhin bei Streitschlichtung taugen. Das ist nur noch Wichtigtuerei, die das Anhängsel Theorie missbraucht.

 

 

20.12.2020

Morgen werden Saturn und Jupiter in Konjunktion erscheinen, was nur alle 400 Jahre vorkommt. Da lassen sich alle hinreißen zu Sprüchen über das Verursacht-Sein.

21.12.2020

Wie entstanden die großen Zwischenräume im Universum? Eure Idee: Seit dem Urknall fährt alles auseinander. Ich dagegen: der Himmel ist selbstreinigend. Überall und immer explodieren Sterne entstehen Staubwolken und die verdichten sich wieder zu Gestirnen. Ihr: es ist die Anziehungskraft, die das begründet. Ich: Nein, die Expansion. Wir sind in einer dichten Staubwolke, alles schwebt im Vakuum endlos neben einander, Lichtjahre weit und lange. Da geschieht aber magisches: es bilden sich spiralige Verdichtungen, neue Sterne, Planeten, feste und gasförmige und es bilden sich Zwischenräume. Ihr sagt: Das war die Gravitation, Die macht das. Ich: es geht auch anders. Wenn alles dauernd dicker wird, scheint es uns, die wir auf einem dieser dicker werdenden Dinge stehen, als würde das nächste auf uns zukommen, obwohl es nur dicker wird. Schließlich landet alles Benachbarte auf uns. Das geschieht mit allem in unserer Staubwolke, jedes Ding landet irgendwann auf einem Nachbarn. Nach langer Zeit ist der Himmel leergefegt und klar. Auf unserem Ding, der Erde, sind alle Elemente unserer Staubwolke versammelt. Dass wir noch immer dicker werden, spüren wir als Druck von unten, als unser Gewicht. Gravitation ist eine Wirkung der Expansion und nicht ein Grund für das Ganze. Ihr wollt die Welt mit einer Münchhausiade erklären, das seid ihr ja so gewöhnt. Seit ihr Raum und Zeit als bewirkte und zugleich wirkende Kräfte benutzt, zieht ihr euch an euren Haaren aus dem Sumpf.

22.12.2020

Gestern ist der Kalender einen Zahn weitergerückt; mein Wassermann-Zeitalter ist angebrochen. Alles wird gut. Unsere Spezies wird endlich zu globaler Weisheit finden. Erkenntnis und Empathie werden alles Unheil aufräumen. Das sei unser Placebo-Mantra.

Nur, wenn wir aus dem Alpha-Zustand auftauchen, dann müssen wir den Hebel irgendwo ansetzen. Mein Vorschlag: hört auf, feudale Abhängigkeiten am Himmel zu vermuten. Ganz einfach: da oben zieht niemals eine Masse die andere. Nein, da wächst einfach immer alles auf alles zu und scheint dabei immer schneller zu werden. Wo keine Zugkraft wirkt, ist auch eine Konjunktion nur ein schönes Ereignis am Himmel. Dabei ist die größte Hürde, zu begreifen, dass nicht die Massen wirken, sondern Größen, Abstände, Radien. Nur Bewegung, die keine ist, kann ewig sein, auch das solltet ihr verstehen. So gesehen gibt es keinen Grund, einen Aufstand um eine banale Konjunktion zu machen: Da steckt noch immer das Ur-Missverständnis dahinter, es sei die Stellung am Himmel, die wirke. Ein Astrologe glaubt tatsächlich, dass wesentliche globale Veränderungen bewirkt werden durch solche Konjunktionen, wobei sich Kräfte addieren wie das Licht. Gestern ist demnach ein neues Zeitalter eingetreten, wie alle Zeichen am Himmel klar beweisen. Was mir daran gefällt ist der Placeboeffekt. Das Wassermann Zeitalter verspricht Gutes und hell leuchtende Sterne kündigen von der Geburt des Erlösers. Gute Wünsche sind jetzt besonders wirksam. Das ist nette weiße Magie, sehr wichtig im Sozialen. Für die Wahrheitssuche jedoch, sind Kräfte, die über Raum und Zeit unmittelbar wirken, böse Erfindungen für Untertanen, die man gefangen hält in einem Herrschaftsmodell der Welt. Ihr seid die Hammel.

 30.12.2020

Endlich habe ich die ganzen Ableitungen von Newton und die Keplerschen Gesetze nachvollzogen und verstanden, worin die Herren gescheitert sind. Die Planetenbahnen sind weder kreisrund noch oval, sie werden etwas spitzer wenn sie der Sonne näher kommen und schneller. Allerdings glaube ich, die Abweichungen vom idealen Oval sind so gering, dass man gut zurechtgekommen ist, ohne weitere Ursachen nennen zu müssen für etwas was man nicht erkannt hatte. Rechnerisch bezieht sich alles auf die Sonne Gravitation G, ist nur eine Variable in einer spitzfindigen, aber als Realitätsbeschreibung nicht passenden, Abfolge von mathematischen Operationen. Beobachtbare Umlaufbahnen von expandierenden Körpern entstehen jedoch als Effekt, wenn sie aneinander vorbei wachsen. Sie erscheinen den mit Mitwachsenden als bewegte Körper mit Beschleunigung. Was sie Gravitation nennen, ist ein Missverständnis, weil die expandierende Erde unvorstellbar ist, Gottes Tabu auch heute noch.

31.12.2020

 

Es gibt eine Entwicklung im Narrativ. Newton und Kepler stehen noch mit beiden Füßen im kopernikanischen Denken. Wie Kopernikus nur die alchimistischen Rotationen vollzogen hat, so gefällt Newton sich im mathematischen Rotieren. Eine Kraft G braucht da keine empirisch messbare Größe zu sein, sie ist nichts als eine Setzung in magischen Operationen auf dem Papier. Er setzt zwei Kräfte, die sich gegenseitig aufheben, die Schleuder- gegen die Anziehungskraft, wodurch auf dem Papier sichergestellt ist, dass der Mond nicht davonfliegt. Wie einst die Alchimisten die Planeten in die ursprünglich von Gott gewollte Reihenfolge gebracht, dabei den Verursacher Sol in der Mitte angeordnet haben, so vollziehen noch heute die Mathematiker jene Kunststückchen die es erlauben, alle Variablen nach G zu sortieren. Die empirischen Eigenschaften von G sind dann eventuell ein Problem, weil der Satz „Es gibt eine Kraft, die die Massen anzieht“, messbar wahr sein muss, nicht nur rein rechnerisch. Dabei ist G seit 300 Jahren nie gemessen worden, sondern nur errechnet. Keinem fällt auf, dass es andere Ursachen geben könnte für Himmelskörper, dort zu sein, wo sie sind, andere Ursachen, als eine unsichtbare Schleuder ohne messbare Spannung.